Am Piazzale Italo Gemini, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg zum Meer hin gewachsenen Viertel, steht die Kirche der Unbefleckten Empfängnis, ein Sakralbau mit markantem achteckigem Grundriss und großen Alabasterrosetten.
Im Wirtschaftswunder brauchte das immer beliebtere San Felice neue Einrichtungen für das gesellschaftliche Leben in Meeresnähe. Wahrzeichen dieses neuen Wohnviertels wurde ein der Madonna der Unbefleckten Empfängnis geweihtes Gotteshaus. Die Kirche wurde achteckig errichtet, mit einem großen schachtförmigen Glockenturm. Den Eingang erreicht man über eine lange Treppe; er ist von einem Säulengang geschützt und von großen Alabasterrosetten überragt – ein Motiv, das sich an jeder Seite des Achtecks wiederholt und im Inneren ein romantisches Lichtspiel erzeugt. Über der Kirche steht auf dem Monte Morrone eine Statue der Unbefleckten Jungfrau des Künstlers Angelo Gemini. An den Bau schließt das Kloster der Kongregation der Benediktinerinnen von Priscilla an.
Die Kirche wurde von Italo Gemini (dem historischen Bürgermeister des Ortes) gewollt, gefördert und finanziert, unterstützt vom damaligen Staatssekretär Giulio Andreotti, der der Gemeinde von San Felice sehr verbunden war. Wie die neue Kirche San Felice Martire entwarf sie der Architekt Clemente Busiri-Vici. Der Grundstein wurde am 14. November 1953 gelegt, die Weihe erfolgte weniger als ein Jahr später, am 19.-20. Juni 1954, durch Kardinal Borgoncini Duca und Diözesanbischof Emilio Pizzoni. Seit dem Bau der Kirche wird jedes Jahr zur Weihnachtszeit hinter der Kirche in einer kleinen natürlichen Grotte eine Krippe mit beweglichen Figuren aufgebaut.